Schopenhauer und Glucksmann. Pessimismus und Humanismus am Rande des Abgrunds Dalibor Truhlar

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Kindle Edition

28 pages


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Schopenhauer und Glucksmann. Pessimismus und Humanismus am Rande des Abgrunds  by  Dalibor Truhlar

Schopenhauer und Glucksmann. Pessimismus und Humanismus am Rande des Abgrunds by Dalibor Truhlar
| Kindle Edition | PDF, EPUB, FB2, DjVu, AUDIO, mp3, RTF | 28 pages | ISBN: | 9.71 Mb

Vorwort des AutorsDie vorliegende Arbeit habe ich im Rahmen eines Seminars an der Universität Wien 1992 geschrieben und abgegeben.Die Arbeit trug ursprünglich den Titel “Am Rande des Abgrunds – Zur Aktualität Arthur Schopenhauers” und war nur überMoreVorwort des AutorsDie vorliegende Arbeit habe ich im Rahmen eines Seminars an der Universität Wien 1992 geschrieben und abgegeben.Die Arbeit trug ursprünglich den Titel “Am Rande des Abgrunds – Zur Aktualität Arthur Schopenhauers” und war nur über ihn gedacht.

Sie entwickelte sich jedoch zu einer Arbeit auch über Andre Glucksmann und war in den größeren Kontext eines neuen, pessimistischen Humanismus eingebettet.Meine These lautete, dass Schopenhauer unter den westlichen Intellektuellen an Aktualität gewinnt, weil der von ihnen angenommene Optimismus der zusammenbrechenden politischen Systeme enttäuscht und der Pessimismus, als dessen Ahnherr Schopenhauer gilt, sich durchsetzt. Das belegte ich mit Beispielen aus der Reihe der “Neuen Philosophen”.Unter anderem war es Glucksmann, der einen neuen Humanismus forderte, der seine Wurzeln nicht mehr im Glauben an das Gute hat, sondern im Wissen um das Böse.

Es ist ein Humanismus mit umgekehrten Vorzeichen. Wie ich schreibe: “Nur beim Anblick des Bösen ist Mitgefühl möglich. Darin hat der Humanismus seinen Ursprung. Er lebt dort, wo die Ebene aufhört und der Abgrund beginnt.”Ob Glucksmann damit einverstanden wäre, dass ich ihn zusammen mit Schopenhauer denke, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass seine Werke mich immer treu begleiteten. Meine Eltern schenkten mir zum 15. Geburtstag seine gerade erschienene “Philosophie der Abschreckung”.

Ich verschlang es, obwohl es eine fordernde Lektüre war. Mit dem Lexikon in der Hand übersetzte ich die Fremdwörter. Sein Verweis auf einen gewissen Karl Popper brachte mich dazu, mir mein erstes philosophisches Buch zu kaufen: “Die offene Gesellschaft und ihre Feinde”.Schopenhauer selbst las ich in einem Atemzug. Er wurde allerdings oft durchgekaut. Ich suchte deshalb einen neuen Gedanken und fand ihn in der angesprochenen Aktualität. Es war auch eine gute Gelegenheit, ein wenig zeitgenössische französische Philosophie auf die Wiener Uni zu bringen und den anderen Studenten die Möglichkeit zu geben, über den Tellerrand des Deutschen Idealismus zu blicken.Im Prinzip wollte ich darauf hinaus, dass uns ein bisschen mehr Pessimismus, Kritik und Skeptizismus auf diesem Gebiet nicht schaden würden.

Nun, so kam es wohl nicht. Die Blauäugigkeit blieb, auch wenn sie ihre Farbe änderte. In der Bestimmtheit der Retrospektive sehen die Dinge anders aus, als wenn sie noch die Unsicherheit der Zukunft in sich tragen.Im ersten Entwurf des Vorwortes zu einer Gesamtausgabe schrieb Schopenhauer: “Meinen Fluch über jeden, der bei künftigen Drucken meiner Werke irgend etwas daran wissentlich ändert, sei es eine Periode oder auch nur ein Wort, eine Silbe, ein Buchstabe, ein Interpunktionszeichen.” Weiters stellte er die Forderung auf, “daß man, um ein gründliches Verständnis meiner Philosophie zu erlangen, jede Zeile meiner wenigen Werke gelesen haben muß.”Ich hoffe, mich im ersten Fall keines Verstoßes gegen Schopenhauers Willen schuldig gemacht zu haben, zumal ich mich bei den Zitaten auf autorisierte Publikationen stütze.

Was die zweite Forderung anbelangt, bediente ich mich “Arthur Schopenhauer. Sämtliche Werke”, Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft, Frankfurt am Main 1989, 2. Auflage. Falls ich beim Lesen ein paar Sätze übersprang, sei darauf verwiesen, dass seine Werke seiner Ansicht nach nicht sehr umfassend an der Zahl sein mögen, doch schon verdammte vielen Zeilen haben.



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